Wie geht das?

Die Skipper und Camper sind los!

bis 06:50
Reportage
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Übersicht

Darauf haben Skipper und Camper lange gewartet: Nach einer weiteren Lockerung der Kontaktbeschränkungsmaßnahmen in der Corona-Krise dürfen Skipper ihre Boote ins Wasser bringen und Dauercamper dürfen zurück auf „ihren“ Platz. Besonders kurios: Der Hamburger Yachthafen Wedel liegt in Schleswig-Holstein, deswegen durften die Skipper aus Hamburg nicht „einreisen“. An ihren Schiffen basteln durften nur Eigner mit Wohnsitz in Schleswig-Holstein. Ab 4. Mai 2020 dürfen alle wieder ihre Boote zu Wasser lassen.

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    Details

    Der Hamburger Yachthafen Wedel, direkt an der Elbe, ist mit 2.000 Liegeplätzen der größte tideunabhängige Sportboothafen Nordeuropas. Hamburger allerdings durften ihn seit dem 17. März 2020 nicht mehr betreten, denn er liegt in Schleswig-Holstein. Die ersten Jachten konnten zwar noch zu Wasser gelassen werden, das endete aber nach nur einer Woche abrupt durch die strengen Coronaauflagen. Daher fieberten die Mitglieder von 50 Segelvereinen umso mehr dem Saisonbeginn am 4. Mai 2020 entgegen. Mit dem einzigen Kran wurde unter der strengen Aufsicht von Kay Sörensen, Sven Nagel und zwei weiteren Hafenmeistern alle 20 Minuten eine Jacht ins Wasser gehievt. Nebenan an der einzigen Slipanlage fahren private Bootsbesitzer*inner aus ganz Deutschland mit ihrem Bootstrailer vor, um endlich mit ihren Schiffen ins Wasser zu kommen. Tim und Carmen Barghusen aus Wedel sind die Ersten, die mit ihrer Segeljacht „Capella“ nach der Zwangspause aufs Wasser kommen. Wohin geht ihr erster Segeltörn? Bis alle benachbarten Boote am Steg J wieder im Wasser sind, wird es wohl noch fünf Wochen dauern. Seglerin Manuela Rohde aus Wedel hat Glück, ihre Zwölfmeter-Rennjacht „Silence“ lag schon im Wasser. Aber das Hafenrestaurant Tonne 122, das sie gerade erst übernommen und am 7. März 2020 eröffnet hatte, musste schon nach zehn Tagen wieder schließen. Jetzt verkauft sie Currywurst-Pommes und Kaffee aus einem kleinen Imbisswagen direkt neben dem Bootskran. Auch Adelheid Bauer vom Campingplatz Platen hat den 4. Mai 2020 lange herbeigesehnt. Sechs Wochen lang lag ihr Platz im Corona-Tiefschlaf. Jetzt kann sie endlich das „Campingplatz geschlossen“-Schild abnehmen. Über 600 Dauerplätze in direkter Ostseelage am strahlendweißen Sandstrand der Sehlendorfer Bucht warten darauf, dass die Camper*innen endlich wieder in ihre Wohnwagen einziehen können. Und dann plötzlich das Go vom Ministerium, dass die Dauercamper wieder auf ihre Plätze dürfen. Unter der Bedingung, dass sie eine Toilette und Waschgelegenheit in ihrem Campingwagen haben. Denn die Waschhäuser bleiben gesperrt. Das ist Gesetz, und die Camper müssen das schriftlich garantieren, wenn sie ab 4. Mai 2020 anreisen. Ursula Krause ist die Erste. Sie steht schon um Punkt 9 Uhr an der Schranke. Die 80-Jährige aus Boostedt hat seit 20 Jahren ihren Platz und regelt alles immer noch selbst. Den Sommer will sie jetzt durchgehend auf dem Campingplatz verbringen, gemeinsam mit ihrem Dackel. Werner und Heide Strotmann sind froh, endlich aus ihrer kleinen Wohnung in Hamburg herauszukommen. Für sie, die sonst ab Ostern auf dem Campingplatz leben, waren die letzten Wochen besonders hart. Werners erste Amtshandlung auf dem Platz ist Rasen mähen. So hoch war das Gras noch nie in den elf Jahren, die sie schon hier sind.

    Hinweis

    Personen

    Redaktion:Christian Pipke, Sven Nielsen
    von:Ralf Bartels, Mario Göhring

    Top-Spielfilm am 12.05.

    Spielfilm

    arte 20:15: Dünkirchen, 2. Juni 1940
    arte
    20:15

    20:15:arte Dünkirchen, 2. Juni 1940

    Week-end à Zuydcoote, Frankreich / Italien 1964

    arte, 20:15-22:15 Uhr

    Dünkirchen, 1. und 2. Juni 1940: Französische und englische Soldaten warten am Strand auf ihre Verschiffung über den Kanal nach England. Unter ihnen befindet sich auch Sergent Maillat mit seiner Truppe. Während die Männer warten, werden sie wiederholt von der deutschen Luftwaffe angegriffen, was viele Opfer fordert. Der Film zeigt das letzte Wochenende vor dem Einmarsch der Deutschen in...
    Dünkirchen, 2. Juni 1940
    23:55
    20:15

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