Themen
Details
Die Familie Perthes hat in
Gotha weltbekannte Verlagsgeschichte geschrieben. Justus Perthes gründete hier einen Kartenverlag, der die Residenzstadt im 19. Jahrhundert zum Zentrum der Geografie machte. Zu DDR-Zeiten wurde aus Perthes der VEB Hermann Haack, dessen Weltatlas in jedem Haushalt zu finden war.
Zu dieser Zeit existierte der
Buchverlag von Justus Perthes Neffen, Friedrich Andreas, schon nicht mehr. Doch sein berühmtestes Produkt kennt man noch heute in der ganzen Welt. Die Heidi-Bücher von Johanna Spyri. Heute sind sie Schweizer Nationalgut. Die ersten Bücher wurden in Gotha verlegt und traten von hier aus ihren Siegeszug um den Erdball an.Heute ist die Kartensammlung Perthes eine der größten und schönsten Kartensammlungen Europas mit 185.000 Karten, 120.000 Büchern, 1.650 Kupferplatten, Zeitschriften, Atlanten. Auf insgesamt 800 Metern lagert im Perthes-Forum in Gotha die Entdeckungsgeschichte der Welt, erzählen Karten über die Kolonialisierung ganzer Erdteile, aber auch vom Klimawandel. Dieses einzigartige
Archiv birgt Weltwissen und ist heute noch lebendig als ein Ort der Forschung und Wissenschaft.Der Film begibt sich auf Spurensuche und erkundet, warum Gotha einst das geografische Zentrum der Welt war. Wir lassen ehemalige KartografInnen des VEB Herrmann Haack über die Hoch-Zeit der Kartenproduktion in Gotha erzählen, welche nach der Wende keine große Überlebenschance mehr hatte. Dennoch werden auch heute noch in Gotha Karten gemacht, von zwei früheren Mitarbeitern des VEB. Sie erzählen, was die Herausforderung beim Karten machen heute ist und warum Karten aus Gotha noch immer etwas Besonderes sind.
Hinweis
Audiodeskription
Personen
von: | Anna Neuhaus, Amelie Befeldt |
Diese Sendungen könnten Sie auch interessieren