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„Fallende Blätter“ (2023) vom finnischen Meisterregisseur Aki Kaurismäki erzählt mit großer Wärme die Geschichte des schüchternen Arbeiters Holappa und der nicht minder zurückhaltenden Ansa, deren wachsende Liebe weder von Unfällen und Alkoholismus noch von verlorenen Adressen und verlorenen Anstellungen aufzuhalten ist.
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Die Angestellte Ansa und der Arbeiter Holappa lernen sich beim Karaoke kennen. Beide haben ihren Job verloren, doch darüber sprechen sie nicht - eigentlich sprechen sie fast gar nicht miteinander. Ihr jeweiliger Jobverlust hat auch unterschiedliche Ursachen; während Holappa nicht von seinem Schnaps lassen kann und deswegen von einem schlecht bezahlten Knochenjob zum nächsten stolpert, hat Ansa im Supermarkt die abgelaufenen und weggeschmissenen Lebensmittel eingesteckt und wird deshalb entlassen.Gemeinsam ist ihnen ihre Schüchternheit und ihre Zuneigung füreinander. Doch für Ansa kommt ein Alkoholiker als Mann nicht infrage. Nachdem sie sich wochenlang aus den Augen verloren haben, weil Holappa ihre Adresse verloren hat und ihren vollständigen Namen nicht kennt, geht es für ihn daher erst einmal in den kalten Entzug. Als er sich dann bereit für Ansa fühlt, kommt ihm eine Straßenbahn in die Quere. Doch auch dieses Unglück kann ihre Liebe nur kurzzeitig aufhalten.Aki Kaurismäkis jüngster Film (2023) greift Figuren und Motive aus seiner frühen „Arbeiterklasse-Trilogie“ auf, den Filmen „Schatten im Paradies“, „Ariel“ und „Das Mädchen aus der Streichholzfabrik“, die er zwischen 1986 und 1990 herausgebracht hat. Voller Wärme und mit viel Musik (von den Tangos des finnischen Sängers Olavi Virta aus den 60er Jahren zu den Elektroklängen des zeitgenössischen Duos Maustetytöt) erzählt Kaurismäki eine Außenseiter-Romanze, die sich im Schatten des beginnenden Ukraine-Krieges entfaltet. Der Film ist zugleich zeitlos (die Kofferradios, die Tangos) und aktuell (der Krieg, die Band Maustetytöt).
Hinweis
Nach einer längeren Auszeit gelang Aki Kaurismäki mit „Fallende Blätter“ 2023 die triumphale Rückkehr auf das internationale Kinoparkett. Und mehr als das: Der Film wurde zu seinem erfolgreichsten Film in Finnland, gewann den Preis der Jury bei der Premiere in Cannes und wurde mit elf weiteren internationalen Filmpreisen ausgezeichnet. Alma Pöysti und Jussi Vatanen wurden zu Recht als neues Kaurismäki-Traumpaar bezeichnet, das der originalen Besetzung aus der „Arbeiterklasse-Trilogie“, Kati Outinen und Matti Pellonpää, in nichts nachsteht.Synchronfassung, Audiodeskription, Produktion: Sputnik, Bufo, Pandora Film
Personen
Schauspieler: Rolle | Hannes Huotari Ansa Grönholm Holappa Liisa Työkaveri |
| Regie: | Aki Kaurismäki |
| Drehbuch: | Aki Kaurismäki |
| Kamera: | Timo Salminen |