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Claudes Onkel Fred war in den Achtzigern ein wichtiger Bestandteil der queeren Community in München, seine Bar „Freds Pub“ war ein zentraler Anlaufpunkt. Doch als ein neues Virus nach Deutschland kommt, wird Fred krank - 1998 stirbt er an AIDS. Jetzt sucht sein Neffe nach Antworten. Claude fragt sich: Wer war mein Onkel wirklich, und wie hat die AIDS-Krise sein Leben verändert? BR-Reporter Phillip Syvarth hilft Claude bei dieser bewegenden Spurensuche, die über Onkel Freds Schicksal weit hinaus geht.
Der Film beleuchtet persönliche Schicksale, politische Kämpfe und den unerschütterlichen Mut der queeren Community. Eine Reise in die Vergangenheit, die zeigt, welche Spuren die Achtziger bis heute hinterlassen.
Im Schwabinger Krankenhaus in München erfährt Reporter Phillip Syvarth, unter welchen schwierigen Bedingungen Pionierarzt Hans Jäger die ersten AIDS-Patientinnen und -Patienten behandelte - ohne Medikamente oder Forschungsgelder, aber mit Empathie und Mut. In Münchens queerem Archiv unterstützt Sabrina Bernd nicht nur bei der Suche nach Antworten über Onkel Fred, sondern sie teilt auch ihre eigenen Erinnerungen mit davon, wie die lebendige queere Szene sich plötzlich veränderte, als AIDS kam, und wie schnell sie erste Menschen verlor.
Die Spurensuche führt zum CSD in Nürnberg und in alte Archivaufnahmen, wo die politische Dimension der AIDS-Krise deutlich wird. Ein Beispiel: Pläne für Meldepflicht und Zwangstestungen in Bayern. Die Recherche zeigt, wie eine queere Generation hart für Akzeptanz und Rechte kämpfen musste - Errungenschaften, die noch heute nachwirken.
Am Ende steht Claude einem alten Freund von Onkel Fred gegenüber - doch kann er wirklich Antworten liefern?
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