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Elchalarm, die Waldriesen sind zurück (2025)

bis 20:15
Reportage
  • 20251126194000
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Elchbulle ?Bert? trägt ein Halsband mit GPS-Sender.


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Bild 1

Elchbulle ?Bert? trägt ein Halsband mit GPS-Sender.


Bild 2

?Bert?, der Elch


Bild 3

?Bert? (li.) ist ein kapitaler Elchbulle mit einer Widerristhöhe von zwei Metern und einer halben Tonne Gewicht. Eigentlich kommt er aus Polen, wandert aber jedes Jahr nach Deutschland.

Übersicht

Im Osten von Deutschland, in Brandenburg lebt Bert, ein Elch der Kühe liebt. In Polen verirren sich Elche in die Städte, man trifft sie mitunter an Bushaltestellen oder in Supermärkten. Was ist da los? Immer mehr Elche wandern aus ihren angestammten Lebensräumen ab und ziehen westwärts. In Polen werden sie seit 25 Jahren geschützt. Dort ist der Bestand auf 25.000 angewachsen. Zehn bis 15 Elche pro Jahr schaffen es bis Deutschland. Einer ist sogar sesshaft geworden und sucht eine Partnerin - aus Mangel an Gelegenheit in einer Kuhherde.

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    Details

    Immer wieder machen Elche Schlagzeilen, die plötzlich in der Zivilisation auftauchen, Autobahnen überqueren, Radfahrer erschrecken oder in Vorgärten äsen. Der Elch Bert aus Brandenburg schlägt sie alle. Seit 2018 ist er in einem Naturschutzgebiet südlich von Berlin zu Hause, doch zur Brunftzeit ab Ende August besucht er die Kühe von Viehzüchter Ralf Engelhardt in Beelitz in der Hoffnung, eine Partnerin zu finden. Obwohl sie vor ihm flüchten, bleibt er hartnäckig und folgt ihnen wochenlang überall hin. Ein Wildbiologe hat den Elch vor Jahren schon mit einem GPS-Sender um den Hals ausgerüstet und kann jederzeit nachvollziehen, wo er sich befindet. Frank-Uwe Michler hat viele Daten und Informationen über die Wanderungen der Elche zusammengetragen und glaubt auch zu wissen, woher Bert stammt: aus einem Nationalpark im Nordosten von Polen. Anders als in Deutschland, wo Elche seit dem 17. Jahrhundert als ausgestorben gelten, hat die Art dort überlebt und sich in den letzten 25 Jahren über ganz Polen verbreitet. Möglich wurde das durch ein Jagdverbot. Aber heute machen andere Faktoren den größten Hirschen Europas das Leben schwer. Elche sind eigentlich eine nordische Spezies, die im Winter Temperaturen bis minus 50 Grad Celsius trotzen kann. Heute müssen sie im Sommer Hitzewellen bis 40 Grad erdulden. Deshalb wandern immer mehr Elche ab. Aber wohin? Im Norden blockiert die Ostsee den Weg, im Osten werden sie von Grenzen, unter anderem nach Weißrussland, gestoppt. Im Süden wird es naturgemäß noch wärmer. So bleibt nur der Weg nach Westen. Aber dort warten neue Herausforderungen auf die Elche.

    Hinweis

    Nah dran, authentisch, echt - der Mensch im Mittelpunkt. In 30 Minuten taucht Re: in Lebenswelten ein und macht Europas Vielfalt erlebbar. Von montags bis freitags um 19.40 Uhr und jederzeit im Netz.

    1 weiterer Sendetermin


    Top-Spielfilm am 26.11.

    Spielfilm

    arte 14:00: Der zerrissene Vorhang
    arte
    14:00

    14:00:arte Der zerrissene Vorhang

    Torn Curtain, USA 1966

    arte, 14:00-16:10 Uhr

    Der amerikanische Raketenwissenschaftler Michael Armstrong hält sich, begleitet von seiner Assistentin und Verlobten Sarah Sherman, zu einem wissenschaftlichen Kongress in Kopenhagen auf. Einmal in Europa beschließt er, in die DDR zu reisen, um dort mit Professor Lindt zusammenzutreffen und ihm eine geheime Raketenformel zu entlocken. Sarah folgt ihm heimlich. Nach erfolgreicher Mission...
    Der zerrissene Vorhang
    22:05
    02:05
    21:50
    Ich hatte nur das NichtsIch hatte nur das Nichts
    „Shoah“ von Claude Lanzmann

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