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Mitte der Siebziger gegründet, erscheint 1979 das Debütalbum der Band mit dem umständlichen Titel „Wolfgang Niedecken‘s BAP rockt andere kölsche Leeder“. Auch der Apostroph scheint beabsichtigt, fliegt aber später raus. Schon damals macht sich der bekennende Dylan-Fan Wolfgang Niedecken als Solokünstler mit Gitarre und Mundharmonika als „Bob Dylan der Südstadt“ einen Namen. Schon das Album „Für Usszeschnigge!“ (1981) erscheint beim Majorlabel EMI-Electrola. Das Album erreicht Platz 1 der deutschen Albumcharts. 1982 dreht der Rockpalast in der Hamburger Markthalle das erste Mal ein Konzert von BAP. Viele andere Aufzeichnungen sollen folgen.
Über die Jahre erobern BAP mit ihrem kölschen Rock und Hits wie „Verdamp lang her“, „Do kanns zaubere“ oder „Kristallnaach“ den gesamten deutschsprachigen Teil Europas. Niedeckens soziales Engagement und seine klare Haltung gegen Rassismus und Krieg überwinden auch Dialektgrenzen und lassen BAP zu einer der wichtigsten deutschsprachigen Bands überhaupt heranreifen - und Frontmann Niedecken zu einer Stimme, der zugehört wird. Zahlreiche MusikerInnen und Filmemacher wie Wim Wenders haben mit ihm zusammengearbeitet. 2020 erscheint das 18. BAP-Studioalbum „Alles fließt“ unter dem Namen Niedeckens BAP.
In den Sartory-Sälen finden im Dezember besondere BAP-Konzerte statt: Niedecken und Band präsentieren am 7., 8., 9. und 10. Dezember unter dem Motto „Zeitreise“ Songs der Alben von 1981 bis 1983. Im Sartory fanden zwischen 1980 und 1984 die meisten BAP-Konzerte statt. Nur 1.400 Zuschauer passen in den größten Saal, sodass die Konzerte in ungewohnt intimer Atmosphäre stattfinden. Die Idee zur „Zeitreise“ reifte während der „Schließlich unendlich“-Tour, wie Niedecken gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ sagt: „Es war bei Songs wie etwa ‘Zehnter Juni‘ oder ‘Jupp‘. Wenn ich da ins Publikum geschaut habe, dann habe ich gemerkt, was diese Songs mit den Leuten da machen. Wie sehr sie das bewegt.“
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