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Die ORF III-Produktion erzählt die
Geschichte der Marischka-Filmdynastie, die die Filmlandschaft vor allem des Nachkriegsösterreichs entscheidend mitgeprägt hat. Die Marischkas waren Meister in den populären Richtungen des Nachkriegskinos, sei es in der oberflächlich-vergnügten seichten Unterhaltung oder im Schwelgen in opulenter Vorkriegs-Vergangenheit.
Die aufwendig ausgestattete Geschichte um die österreichische Kaiserin Elisabeth, genannt Sissi, zählte mit über 6,5 Millionen Kinobesuchern zu den größten Erfolgen des deutschsprachigen Nachkriegskinos. Regisseur Ernst Marischka zog alle
Register der Prachtentfaltung und inszenierte ein glanzvolles Traumfinale, wie man es bis dahin nur aus dem Hollywoodkino kannte. Sein Neffe Franz Marischka war wohl der unseriöseste in der Familie. Obwohl seine Regiekarriere mit harmlosen Heimat- und Schlagerfilmen begann, widmete er sich ab 1969 dem Sexfilm.Doch die Rolle der Marischkas war filmgeschichtlich eine noch viel bedeutendere. Unter Hubert Marischka erlebte die Wiener Operette ihren letzten Höhepunkt. Er und sein Bruder Ernst Marischka gelten überhaupt als Begründer der österreichischen Filmproduktion. Zwei Jahre vor der ersten öffentlichen Filmvorführung (1895), brachten Ernst und dessen Freund
Alexander Kolowrat ihr erstes Drehbuch zur jungen Sascha Filmgesellschaft, die es 1913 als „Der Millionenonkel“ verfilmte.Die Marischka-Dynastie wirft jedenfalls eine Reihe von Fragen zur österreichischen Geschichte und Filmgeschichte auf, die in der Dokumentation von Gabi Flossmann aufgerollt und beantwortet werden sollen.
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