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Braucht es einen Schlussstrich unter der NS-Vergangenheit? Oder bleibt die
Aufarbeitung eine wichtige Aufgabe für kommende Generationen? Diesen Fragen geht Psychologe Leon Windscheid nach.In einer Straßenumfrage will er herausfinden, wie Menschen heute über eines der schwierigsten und emotionalsten Themen der deutschen Geschichte denken: die Verbrechen der NS-Zeit und unseren Umgang damit.Im Gespräch mit Leon Windscheid betont Prof.
Jonas Rees, Professor für Politische Psychologie an der Universität Bielefeld, wie wichtig eine lebendige Erinnerungskultur ist, um sensibel für gesellschaftliche Veränderungen zu sein und dafür, wie Täterschaft entsteht.Leon Windscheid trifft Bettina Göring. Mit ihr spricht er über ihren Umgang mit den Verbrechen ihres
Großonkels
Hermann Göring. Er war einer der hochrangigsten Nazis der NS-Zeit, die rechte Hand Hitlers und mitverantwortlich für den Völkermord an Millionen Menschen.Außerdem begegnet Leon Windscheid der Filmemacherin und Künstlerin Lena Ditte Nissen. Ihre Urgroßmutter Nanna Conti war die „Reichshebammenführerin“, ihr Großonkel der „Reichsgesundheitsführer“ Leonardo Conti. Beide waren tief in die schlimmsten Verbrechen der Nazis verstrickt. Lena Ditte Nissen arbeitet ihre Familiengeschichte in ihrer Kunst auf, in Videoinstallationen und Filmen. Ihre Überzeugung: Nur, wenn wir die Vergangenheit verstehen und uns persönlich mit den eigenen Vorfahren und ihren Taten auseinandersetzen, können wir uns für die Zukunft wappnen.Drei Teile „Terra Xplore“ zum Thema „Was kann ich dafür? Umgang mit Schuldgefühlen“ werden sonntags um 18.30 Uhr ausgestrahlt.
Hinweis
Personen
Moderator: | Leon Windscheid |
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