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Im Süden Südtirols liegt zwischen Aldein und Radein die Bletterbachschlucht, ein Canyon mit teilweise über 20m hohen Porphyr-Wänden. Die Länge der Bletterbachschlucht, italienisch Gola del Bletterbach, beträgt 8 km.Im Süden Südtirols liegt zwischen Aldein und Radein die Bletterbachschlucht, ein Canyon mit teilweise über 20 m hohen Porphyr-Wänden.Die Länge der Bletterbachschlucht, italienisch Gola del Bletterbach, beträgt 8 km.
Hier hat sich der Bach 400 m tief in die Erde gegraben und so den vielfarbigen Aufbau der Erd- und Gesteinsschichten sichtbar gemacht. Über Stege und Leitern führt der „Geoweg“ durch die Schlucht. Die Wanderung durch diese über 200
Millionen
Jahre
Erdgeschichte dauert in etwa 4 Stunden, wobei der Besucher immer wieder Neues entdeckt, wie zum Beispiel versteinerte Muscheln. Das Klima war trocken und heiß und die Erde in Bewegung. Riesige Vulkane beherrschten das Bild in der Periode des Perm. Die zerklüfteten, steil aufragenden Quarzprophyrwände sind die Hinterlassenschaften dieser urzeitlichen Feuerberge. Erstarrte Lava. Heute ist es nicht mehr das Feuer sondern das Wasser, welches das Erscheinungsbild der Vulkanitwände laufend verändert. Die strahlend leuchtende Krone der Bletterbachschlucht ist das Weißhorn. Contrin-Formation nenne Experten dieses Riff aus Kalkalgen, das vor 240 Millionen Jahren im flachen Meer entstanden ist. Kaum sonst irgendwo liegt das Buch der Erdgeschichte derart offen da wie im Grand Canyon Südtirols. In wenigen Wochen wird der Winter die Wunder der Bletterbachschlucht in ein weißes Kleid hüllen. Die Natur, die Tiere und Pflanzen - alle gönnen sich eine Ruhepause. Nur einer nicht. Der Bletterbach gräbt weiter.
Hinweis
[Bild: 16:9 ]
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