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Heute zählt er zu den schönsten Landschaftsgärten der Oberlausitz, vor 80 Jahren ist er die Hölle auf Erden: der Lippepark vor den Toren des Klosters St. Marienstern in Panschwitz-Kuckau. Am 27. April 1945 wird der enge Talkessel zur tödlichen Falle - und für hunderte polnische Soldaten zur letzten Station, zum Tal des Todes.
Es ist der dramatische Endpunkt der letzten erfolgreichen deutschen Panzeroffensive des Zweiten Weltkrieges - wenige Tage nachdem polnische und sowjetische Truppen die Oberlausitz bereits besetzt haben. Doch deutschen Eliteeinheiten gelingt es, ihren Vormarsch zu stoppen. Es folgen enorm verlustreiche Kämpfe, bei der fast stündlich die Fronten wechseln und bei denen es weder Regeln noch Gesetze gibt.Schätzungsweise 350 Zivilisten und etwa 6.500 Soldaten kommen 1945 in nur knapp drei Wochen in der Lausitz ums Leben. Vor allem die 2. Polnische Armee erleidet extrem hohe Verluste. Nach dem Warschauer Aufstand 1944 soll es keine Militäroperation gegeben haben, bei der mehr Polen ums Leben kamen als bei der „Operation Lausitz“.„Mein Vater hat 1945 hier in der 2. Polnischen Armee gekämpft. Aus seinem Regiment haben von 1.700 Soldaten nur etwa 300 überlebt.“
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