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Mitten im Krieg beginnen drei
Frauen aus Paris, Mailand und Berlin Tagebuch zu schreiben: Die junge Studentin Madeleine lebt in Paris unter der Nazi-Besatzung, die 52-jährige Mutter und Dichterin Magda unterstützt die
italienischen Partisanen. In Berlin bangt Käte um ihre Geliebte, die aus der umkämpften Stadt geflohen ist.
Drei Frauen, drei Schicksale am Ende des Zweiten Weltkriegs.
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Wie erlebten Frauen den Zweiten Weltkrieg? Wie überlebten sie Nazi-Terror und Zerstörung? Drei Frauen aus drei Ländern - Deutschland, Frankreich und Italien - vertrauen ihren Tagebüchern an, was sie mitten im Krieg nicht laut sagen durften: Magda, Dichterin und Mutter zweier Kinder, berichtet vom lebensgefährlichen Widerstand im faschistischen Italien. Die 22-jährige Madeleine erzählt von ihrem Leben als junge Frau im besetzten Paris - und die 36-jährige Berlinerin Käte davon, wie es ist, als deutsche Frau auf der Seite von Kriegsverbrechern und am Ende auch von Kriegsverlierern zu stehen.
So unterschiedlich die drei Frauen sind, so ähnlich sind ihre Erfahrungen: Magda muss miterleben, wie Frauen im italienischen Widerstand willkommen sind, nach dem Krieg aber von den Männern wieder an den Rand gedrängt werden. Madeleine erlebt nach der
Befreiung von Paris 1944, wie sich der Volkszorn zunächst gegen Französinnen richtet, die sich mit den deutschen Besatzern eingelassen haben. Und Käte, die im Ostteil Berlins lebt, berichtet von den zahlreichen Vergewaltigungen durch die einmarschierenden Russen nach Kriegsende.
Die „Tagebücher der Befreiung“ erzählen von Krieg und Terror, von den Traumata der Frauen, aber sie sind auch Zeugnisse weiblicher Selbstermächtigung, des Widerstands und der Resilienz. Die Dokumentation verwebt auf innovative Weise historisches Archivmaterial mit Tagebuchauszügen und Animationen aus dem Alltag der drei Protagonistinnen, kommentiert und eingeordnet von Historikerinnen und Historikern, die die privaten Schicksale mit der Geschichte des Zweiten Weltkriegs verbinden.
Hinweis
Synchronfassung
Personen
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