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In den Gewässern nördlich von
Korsika wurden in 120
Metern Tiefe auf einer ausgedehnten Sandfläche Hunderte von riesigen Ringen entdeckt. Wie sind diese bizarren kreisförmigen Gebilde entstanden? Das will der Meeresbiologe, Taucher und preisgekrönte Unterwasserfotograf Laurent Ballesta herausfinden.
Das Expeditionsteam, bestehend aus Wissenschaftlern und erfahrenen Tauchern, begibt sich mit einer hochmodernen Tiefseetauchstation zu den bisher unerforschten Ringen, um ihrem Geheimnis auf die Spur zu kommen.
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In den Gewässern nördlich von Korsika will eine Forschungsexpedition ein Rätsel lösen: In 120 Metern Tiefe wurden auf einer 15 Kilometer umfassenden Sandfläche 1417 Ringe mit einem Durchmesser von rund 20 Metern entdeckt. Wie sind diese bizarren kreisförmigen Gebilde entstanden? Handelt es sich um Vulkankrater? Einschläge von Meteoriten? Oder Austrittsstellen von Erdgasvorkommen?Um dieses Geheimnis zu lüften, begibt sich der Meeresbiologe, Taucher und preisgekrönte Unterwasserfotograf Laurent Ballesta zusammen mit zahlreichen Wissenschaftlern sowie einem erfahrenen Taucherteam auf ein dreijähriges
Abenteuer.Laurent Ballesta nutzt dabei modernste Technologien wie die Druckkabine Station Bathyale, mit der er bereits die Unterwasserwelt der Côte d‘Azur erforscht hat. Das spezielle System dieser Tiefsee-Tauchstation ermöglicht es, den Meeresboden mehrere Wochen lang zu erforschen. Zwischen den langen Tauchgängen leben die vier Taucher auf engstem Raum, denn die Druckkapsel ist nur etwa acht Quadratmeter groß.Erste Forschungsergebnisse zeigen, dass die Ringe offenbar viel älter sind als angenommen: Ihre Entstehung könnte bis in die letzte Eiszeit zurückreichen. Mit Hilfe der neuesten U-Boot-Generation bringt Laurent Ballesta die Forscher so nah wie möglich an die Ringe heran.Nach drei Expeditionen ist das Rätsel gelöst. Was die Forscher hier entdeckt haben, ist weit mehr als ein unerforschtes Ökosystem: Die Ringe sind eine wahre Blackbox der Vergangenheit, die Aufschluss über weit zurückliegende Klimaveränderungen gibt. Inzwischen ist dieser außergewöhnliche Naturschauplatz im Mittelmeer zu einer Referenz für Klimaforscher aus aller Welt geworden.
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