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Kriege sind grausam und unmenschlich. Sie verbreiten unendlich viel Leid und Zerstörung. Kriege folgen aber auch Regeln und Strategien. Dabei spielt technischer Fortschritt eine große Rolle.
Technologischer Vorsprung ist immer auch ein militärischer Vorteil. Der Krieg in der Ukraine zeigt aber auch: Gegen pure Masse kommt man selbst mit modernster Technologie schwer an.
Und: Kriege zwischen konventionell hoch gerüsteten Staaten gibt es noch immer.
Die westliche Wertegemeinschaft wähnte sich in einer neuen Ära einer strategischen Ordnung, die bewaffnete
Konflikte zwischen Großmächten ausschloss. Die militärischen Notwendigkeiten orientierten sich an einer rudimentären Möglichkeit der Landesverteidigung und vereinzelten und gezielten Einsätzen zur Krisenintervention fernab der eigenen Landesgrenzen. Dass das schon immer eine Illusion war, zeigen viele grausame Kriegsschauplätze und nicht zuletzt der Krieg in der Ukraine und das Gebaren Russlands gegenüber den NATO-Staaten.
Tote Zivilisten, Vertreibung, Hunger: Spätestens seit dem Terror der Hamas und der israelischen Gegenoffensive tobt eine
Debatte um die Regeln eines Kriegs: Was ist legitime Selbstverteidigung? Was ist ein Kriegsverbrechen?
Darüber diskutiert
Gert Scobel mit seinen Gästen:
Nicole Deitelhoff ist Professorin für Internationale Beziehungen und Theorien globaler Ordnungen an der Frankfurter Goethe-Universität und ist Geschäftsführender Vorstand des Leibniz-Instituts für Friedens- und Konfliktforschung in Hamburg. Die Soziologin forscht unter anderem zu Weltordnungskrisen, Grundlagen politischer Herrschaft, sowie zu Konflikt und Zusammenhalt in Demokratien.
Carlo Masala ist Professor für Internationale Politik an der Fakultät für Staats- und Sozialwissenschaften der Universität der Bundeswehr München. Der Politikwissenschaftler ist Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Bundesakademie für Sicherheitspolitik und ist einer der führenden Experten zu internationalen Konflikten, Sicherheitsfragen und globalen Wechselwirkungen.
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